Mein Trike! Die Story!

 

Wie kam ich dazu?

Vor 2 Jahren hatte ich schon immer mit einem Motorrad geliebäugelt da ich das Motorradfahren nie ganz aus meinem Herzen verdrängen konnte. Vorher fuhr ich schon eine 250er und 750er Kawa 2 Takter, eine Honda 400 N, eine Yamaha 650 VZ  und eine Moto Guzzi V7 Spezial. Inzwischen sind aber einige Jahre ins Land ohne Motorrad gegangen. Im Urlaub habe ich dann mit meiner Frau über so was philosophiert.

 Nachdem sie sich nicht auf ein zweirädriges Motorrad setzten wollte kam der Gedanke an ein Trike auf. Irgendwie ging auch ihr das nicht aus dem Sinn. Im folgenden Jahr überraschte sie mich im Urlaub bei Bierseliger Laune und in Anwesenheit unserer Freunde mit dem Ausspruch: "Wir kaufen uns ein Trike". Pah habe ich gedacht, ob das ihr ernst ist? Zuhause dann kein Ton mehr davon. Ich lies alles wie es ist und schnupperte für mich im Internet.

Irgendwann am Anfang diesen Jahres fand ich dann genau was ICH mir so vorstellte bei Ebay in einer Auktion. Ganz nebenbei habe ich ihr dann das Gefährt gezeigt: "Na was hältst du davon"? Nachdem sie es mehrmals über Stunden immer wieder angesehen hatte, stand der Entschluss fest:

"GENAU DAS TRIKE SOLL ES SEIN!

 

EIN "DEVIL'S TRIKE HIGHWAY"

Nun begann das bieten und das Nervenkostüm wurde immer mehr strapaziert je näher das Ende der Versteigerung kam. Erhalten wir den Zuschlag oder nicht? Auch meine Frau wurde schon ganz unruhig und forderte mich immer wieder auf ja keinen Fehler zu machen. Kurz gesagt: Wir haben die Auktion gewonnen!

 

Die Abholung!

Eine Odyssee sonders gleichen! Vereinbart war ein Termin mit dem Vorbesitzer um 10:00 Uhr in Rottweil.

Es geht los!

Um 4:00 Uhr stehen wir auf. Wir packen uns was zu essen ein und nehmen die Hunde mit da wir doch länger unterwegs sind. Wir kuppeln den Hänger an, den wir vorher gemietet hatten. Schon beim starten hatte ich ein ungutes Gefühl, als wenn ich was vergessen hätte. Mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht. Kurz vor dem Autobahnkreuz München Nord (etwa 30 Kilometer waren wir gefahren) wurde das Auto plötzlich langsamer und alle Lichter gingen aus. Der gerufene ADAC konnte auch nicht helfen und schleppte uns zur nächsten Werkstatt. Ergebnis: Lichtmaschine defekt. Was nun? Mit dem Taxi zurück nach Hause, die Hunde gefüttert und ab um ein anderes Fahrzeug zu besorgen. Es war inzwischen fast 7:00 Uhr. Zum Glück hatte ich gleich ein Ersatzfahrzeug. Also wieder zur Werkstatt wo der Hänger stand. Als ich den Hänger ankuppeln wollte stellte ich fest, dass der Elektroanschluss nicht passt aber wo kriegt man am Samstag in der früh so eine Vorrichtung? Sie ahnen es schon: NIRGENDS! (Auch nicht an der Autobahn wo ich mehrere Autohöfe dann angesteuert habe)

Jetzt war mir alles egal. Voller Wut fuhren wir einfach los. Wenn noch nichts drauf steht auf dem Hänger dann werden sie die Lichter schon sehen. Wir konnten es kaum erwarten dass es endlich hell wird. Unterwegs riefen wir dann beim Verkäufer an dass es etwas später wird. Nachdem er und seine Freunde eine längere Nacht hinter sich hatten, störte es ihn nicht weiter. Trotzdem sind wir dann doch noch um 11:30 angekommen.

 

Der erste Blick!

Wir fuhren auf einen großen Hof mit einer Werkhalle. Von unserem neuen Gefährt keine Sicht. In Gedanken fragten wir uns: Hoffentlich ist alles so wie es in der Beschreibung gestanden hat. Funktioniert auch alles. Komm ich überhaupt damit zurecht. Die Spannung stieg und nach der Begrüßung war es dann so weit. Der Verkäufer führte uns in die Halle und als wir es sahen waren wir sprachlos. Ich konnte erst einmal nur schweigend um das Trike herumlaufen und es bestaunen. Mir fehlten die Worte. Nachdem ich mich wieder gesammelt hatte setzte ich mich das erste mal auf meinen Traum, ganz vorsichtig da ich es immer noch nicht fassen konnte. Der Verkäufer erklärte mir alles und schlug vor dass ich doch mal fahren solle. Zu nervös, fuhr ich (oder besser, rollte ich) 5 Meter vor und 5 Meter zurück. Das war's dann. Ich bat darum dass mir der Verkäufer das Trike noch auf den Hänger verfrachtet und nach einer Tasse Kaffee ging es an die Heimreise die ohne erwähnenswerte Ereignisse verlief.

 

Endlich Zuhause!

Um ca. 17:00 Uhr standen wir also nun auf unserem Parkplatz und das Gefährt musste vom Hänger. Mir war gar nicht gut! Meine Frau löste alle Gurte und dann war's an mir das Trike herunter zu bringen. Es erwies sich aber nicht als so schwierig wie ich dachte. Das Problem kam erst als ich in die Garage fahren musste. Meine Frau ging inzwischen mit den Hunden spazieren und ich nahm all meinen Mut zusammen. Starten funktionierte ja einwandfrei, Ersten Gang und langsam losfahren. Doch halt das ding rollt zu schnell und wo ist die Bremse. Hier gab es nämlich keinen Handbremshebel! Bis ich endlich auf das Fußpedal gekommen bin wäre ich fast in einen Wohnwagen gerollt. Ich dachte nur: Das fängt ja schon gut an! Irgendwie schaffte ich es dann doch noch das Trike in die Garage zu verfrachten und ohne Schrammen dort erst mal stehen zu lassen. Die nächsten Tage beschränkte sich der Umgang mit dem Trike erst einmal aufs putzen und polieren da es ja, wie soll es anders sein, auf dem Nachhauseweg geregnet hat.

 

Die erste Fahrt!

Da nun schönes Wetter war kam die Stunde der Wahrheit! Das Trike musste gefahren werden. Ich hatte echt Bammel davor, aber was half es. Also ab in die Garage, alles klar gemacht und los ging es im Schritttempo zur Garagenausfahrt. Man ist das Ding breit! Komm ich überhaupt da durch. Das mit der Bremse hatte ich mir schon verinnerlicht! Zum Glück sind wir in einer 30er Zone und so musste ich nicht schnell fahren. Meine erste Runde beschränkte sich deshalb auch nur darauf einmal um den Häuserblock zu kommen. Alles ging gut! So habe ich dann im laufe der Zeit die Strecke immer wieder etwas verlängert. Erst als ich etwas sicherer war habe ich meine Frau dann das erste mal mitgenommen. Inzwischen bin ich ziemlich fit im Umgang mit meinem Devil's Trike und wir haben viel Spaß damit.